News

Wie man Sprints vom Schreibtisch aus erledigt

Manchmal ist die Entscheidungsfindung schon schwer. Soll man auf sein Bauchgefühl hören oder eher dem Verstand folgen? Vernünftig sein oder den Emotionen vertrauen? Selbst wenn man eine Entscheidung getroffen hat, ist man noch nicht am Ziel. Denn die richtige Entscheidung zu finden, ist das eine. Sie umzusetzen, das andere. Nicht immer einfach, wie man mit einem Blick auf die „Umsetzungsbaustelle der Nation“, den Berliner Flughafen, erkennt.

Der ehemalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hat ihn als hochkomplexes Unikat bezeichnet und die Verzögerungen mit den Worten entschuldigt: „Wie bei kaum einem anderen Projekt verändern sich im Laufe des Baus die Rahmenbedingungen.“ Und deshalb ist es gut, wenn man Komplexität von Anfang an reduziert, das Ganze in Teilprojekte aufteilt, nach jedem Intervall die Prioritäten hinterfragt und prüft, ob Anpassungen nötig sind – weil sich zum Beispiel äußere Umstände geändert haben.

Noch besser, wenn die Fachleute, die die Dinge umsetzen, nicht durch Hierarchiegerangel und bürokratische Kontrollaktivitäten behindert werden, wenn sie Vertrauen genießen und als eigenverantwortliche Teams interdisziplinär zusammenarbeiten.

Klingt gut? Ist von der Softwareentwickkung abgeguckt und nennt sich agiles (Projekt)management. Man kennt die Ausgangssituation und weiß, wo man hinwill. Aber der Weg ist das Ziel. Man geht ihn stückweise und plant ihn nicht von Anfang bis Ende durch. Ganz im Sinne einer chinesischen Weisheit, die besagt: Man verirrt sich nie so leicht, wie wenn man glaubt, den Weg zu kennen.

Bei Srum, einem Modell des agilen Projektmanagements, heißen die Teilprojekte Sprints, weil sie kurz, fokussiert und (arbeits)intensiv sind. Am Ende jedes Sprints steht ein konkretes Ergebnis. Man prüft, ob „noch alles passt“, erbittet Feedback vom Auftraggeber, sieht bereits in einem frühen Stadium, ob Fehler vorhanden sind, und kann sie ohne viel Aufwand korrigieren. Wenn alles stimmt, geht man den nächsten Schritt.

Die Prinzipien des agilen Projektmangements lassen sich auch auf die Unternehmensorganisation übertragen. Sie ermöglichen, auf Veränderungen am Markt schnell reagieren und kundenorientiert arbeiten zu können. Dazu braucht es vor allem Durchlässigkeit, Transparenz, eine Vertrauens- und offene Fehlerkultur sowie Eigenverantwortung jedes Einzelnen. So können sich alle Beteiligten aufs Fertigmachen konzentrieren und werden nicht von verkrusteten Strukturen und lähmender Bürokratie fertig gemacht.

Wie die effiziente Art des Arbeitens im Einzelnen funktioniert, erklärt Martin Wiedemeyer von CBR Development auf der bsw-Lieferantenkonferenz am 20. und 21. Oktober. Im Schatten des gefühlt nie fertig werdenden Hauptstadt-Airports geht es „Von der Entscheidungsfindung zum Ergebnis“. Die Entscheidung, dabei zu sein, kann im Übrigen ganz schnell umgesetzt werden – einfach anmelden. Bis bald in Berlin!

Das könnte Sie auch interessieren

Keine Kommentare

Antwort schreiben

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen