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Wasserthemen auf den Grachten

Amsterdam ist eine Stadt mit viel Wasser. Und deshalb eignet sie sich bestens als Treffpunkt für die Wasserbranche. Pool-Produkte, Trendthemen und Wellness-Wissen – darum geht es heute in einem Pressegespräch zur aquanale, der internationalen Fachmesse, die vom 5. bis 8. November in Köln stattfindet. Damit auch alle Teilnehmer sofort drin sind, im Schwimmbad- und Wasserthema, schippern wir mit einem Boot durch die Grachten der niederländischen Metropole. Und weil ja bekanntlich alles im Fluss ist, erwarten wir auch für die aquanale 19 ein paar Änderungen. Das weiß man schon:

Alles unter einem Dach

Die Kölner Messe wird zukünftig das komplette Angebot für die Schwimmbad-, Sauna- und Wellnessbranche unter einem Dach vereinen. Das heißt, der Bereich „öffentliche Schwimmbäder“, der ursprünglich auf der parallell stattfindenden FSB beheimatet war, wird in die aquanale integriert und der private und öffentliche Schwimmbadbereich sind unter einem Dach auf der aquanale vereint. Die Messe belegt die Halle 6 und rund 50 Prozent der Nachbarhalle 7 – klar gegliedert in die sechs bekannten Themenwelten. Das sind: Öffentlicher Bäderbau, Schwimmbadtechnik, Pools, privater Schwimmbadbereich, Sauna & Spa, Private Spa und Greenliving. Die Fachbesucher erhalten so auf kurzen Wegen durch die beiden Messehallen einen Überblick über das gesamte Produktspektrum der nationalen und internationalen Industrie. In der Halle 6 wurde mittlerweile eine maximale Auslastung erreicht – mehr geht einfach nicht. Die Messe verzeichnet aber weiterhin einen Wachstumskurs, auch daher ist die Erweiterung in Halle 7 und die konzeptionelle Zusammenführung mit dem FSB Bäderbereich nur folgerichtig.

Sauna-Segment und Sonderschauen

Apropos Wachstum – dieser wird besonders auch im Bereich Sauna registriert. Entsprechend wird dieses Segment in Halle 6 in einer kompakten Area mit einem attraktiv gestalteten Umfeld präsentiert. Aktuell sind bereits rund 1.500 Quadratmeter belegt, und weitere Anfragen liegen noch vor. Hier präsentiert sich auch eine große Gruppe finnischer Saunahersteller, die sich in einem Netzwerk „Sauna from Finland“ organisiert haben.

Unter dem Titel 96º zeigt die European Waterpark Association in Zusammenarbeit mit der Koelnmesse eine Sonderausstellung, die sich mit neuen Attraktionen für Sauna- und Wellnesslandschaften in Freizeitbädern und Thermen befasst. Der bewusst zweideutige Titel – in Celsius entspricht der Wert annähernd dem Siedepunkt von Wasser und der höchsten Temperatur in finnischen Saunen, in Fahrenheit der Temperatur des menschlichen Körpers – spielt darauf an, dass die Besucher von Freizeitbädern und Thermen (und hier vor allem der Wellnessbereiche) immer neue Reize und Erlebnisangebote erfahren.

Und auf der aquanale wird Wasser sportlich bewegt! Aquafitness wird in den verschiedenen Ausprägungen und Sportarten gezeigt. Schließlich ist der Trend aus dem öffentlichen Schwimmbad nicht mehr wegzudenken und auch der private Schwimmbadbesitzer wertet seinen Pool mit Aqua Spinning und Biking oder anderen Bewegungsformen auf (AQUAFITNESS Forum & Action Halle 7).

Tagungsprogramm mit Trendthemen

Wie in den Vorveranstaltungen bildet das Internationale Schwimmbad- und Wellnessforum die inhaltliche Klammer zwischen den Themen und Fragen aus dem privaten und öffentlichen Schwimmbadbereich. Hier geht es unter der Überschrift “ökonomische Nachhaltigkeit” beispielsweise um die Auswahl passender Betreibermodelle für öffentliche Anlagen. Der Kongress bildet darüber hinaus Zukunftstrends bezogen auf die Branche ab. Dazu gehören unter anderem Herausforderungen durch die alternde Gesellschaft, durch die zunehmende Urbanisierung, durch die stärker werdende Individualisierung und durch die Auswirkungen des Klimawandels. Energiebewusstsein schärfen – das ist auch ein Ziel des neuen europäischen Normungsprozesses für privat genutzte Schwimmbäder, der ebenfalls im Forum vorgestellt wird. Neben Wissen rund um die überarbeitete europäische Schwimmbadnorm DIN EN 15288 und die Europa-Regelwerke DIN EN 16582 und DIN EN 16713 gibt es auch einen Block für Personal in Schwimmbädern sowie Wissenswertes zur verbalen und nonverbalen Kommunikation. Denn auch wenn – oder gerade weil – die Digitalisierung mit ihren smarten Steuerungen, Touchscreens und intelligenten Vernetzungen Einzug in die Schwimmbadbranche gehalten hat, gewinnt der zwischenmenschliche Kontakt zu Kunden, Mitarbeitern, Kollegen und Geschäftspartnern weiter an Bedeutung.

Internationales Schwimmbad- und Wellnessforum 17

Preise und Praxisbeispiele

Bedeutend sind auch die Preise, die im Rahmen des Schwimmbad- und Wellnessforums verliehen werden.  IOC (Internationales Olympisches Komitee), IPC (Internationales Paralympisches Komitee) und IAKS (Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen) präsentieren die Gewinner der internationalen Architekturpreise 2019 für außergewöhnliche Leistungen in der Planung und im Betrieb von Sport-, Freizeit- und Erholungsbauten. Die Fachzeitschrift „Schwimmbad & Sauna“ rückt mit der Siegerehrung des Wettbewerbs „Golden Wave“ innovative Produkte in den Mittelpunkt, und der europäische Schwimmbadverband EUSA (European Union of Swimming Pool and Spa Associations) zeigt mit der Verleihung der EUSA-Awards die schönsten privat genutzten Schwimmbäder Europas. Die EUSA, in der sich 13 europäische Länder (Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Österreich, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Spanien, Türkei) zusammengeschlossen haben, repräsentiert rund 2.500 Unternehmen der Schwimmbad- und Wellnessbranche.

Und wie sieht diese Branche aus? Auch das ist Thema des heutigen Pressegespräches.

Purismus ja, Prunk aber auch

Das Glück ist grün – so die Überschrift eines ZEIT-Artikels, in dem die wiedererwachte Lust der Deutschen am Gärtnern beschrieben wird. Der grüne Rasen vor der Haustür wandelt sich zum Wohnzimmer im Freien. Hier wird gefeiert, gegrillt, entspannt und der Feierabend genossen. Outdoor-Living ist das Wort unserer Zeit, das der Schwimmbad- und Wellnessbranche „in die Karten spielt“. Ein Pool im Garten macht die heimische Freiluftzone zum Poolgarten. Outdoor-Möbel mit Relax-Faktor, Barbecue-Stationen und Lichtelemente runden die Wohlfühlatmosphäre unter freiem Himmel ab.

Minimalistisch anmutende Anlagen in zurückgenommenem Design dominieren die Pool- und Wellnesswelt. Zeitlose Eleganz in großzügiger Architektur – so lässt sich der Mainstream der Schwimmbad- und Wellnessanlagen beschreiben. Sah man früher fast ausschließlich dezente Farbkonzepte, kann man jetzt sagen: die Farbe kehrt zurück. Auch ist Kunst, Kitsch & Co. wieder salonfähig geworden. Wenn auch noch nicht mehrheitsfähig, sind Prunk & Plüsch wieder sichtbar und werden als stylische Details inszeniert – beispielsweise als goldenes Wandelement in der Schwimmhalle, als farbenfrohe Gartendusche am Beckenrand oder leuchtende Schwalldusche, die Massageeinheit und Hingucker gleichzeitig ist.

Mehr Multifunktionalität 

Multifunktionalität ist ebenso in aller Munde. Nicht nur, dass der Schwitzkasten von einst heute finnische Sauna, Dampfbad und Wellnessdusche mit Lichtspielen und Duftkompositionen vereinen kann. Auch die Produkte an sich sind nicht „entweder zweckmäßig oder schön“. Sie erfüllen ihre Funktion ohne ästhetische Aspekte zu vernachlässigen. Einbauteile aus Edelstahl gehören ebenso dazu wie Schwimmbadabdeckungen, die als schicke Rollläden übers Wasser fahren oder in Holzdeck-Ausführung auch als Terrasse genutzt werden können.

Grün und ganzheitlich

Anhand der Schwimmbadabdeckungen sieht man, dass im Wirtschaftszweig Wasser & Wohlbefinden Ressourcenbewusstsein groß geschrieben wird. Wärmepumpen, Solarabsorber und regelbare Pumpen sind weitere Beispiele für Produkte, die dem wachsenden Umweltbewusstsein und der größer werdenden Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen gerecht werden. An die Natur denken ist der eine, sie in die eigene Wasseroase einbinden, der andere Aspekt, der die grüne Welle in der Schwimmbad- und Wellnessbranche deutlich macht. Anstatt Pool, Haus und Garten separat zu betrachten, steht ein ganzheitlicher Blick im Vordergrund. Outdoor Living – da verwandelt sich der Pool im Garten zum Wellness-Wohnzimmer unter freiem Himmel, der mit stylischen Gartenmöbeln, passender Bepflanzung, faszinierenden Feuerstellen, Luxus-Grills und durchdachtem Lichtdesign abgerundet wird. Leben in und mit der Natur – das ist nicht nur ein Wunsch von privaten Poolbesitzern. Nachhaltiges Handeln ist auch ein Trendthema im öffentlichen Schwimmbadsektor, das durch die leeren Kassen kommunaler Haushalte weiter befördert wird.

Zahlen und Zufriedenheit

Der größte Schwimmbadmarkt in Europa ist Frankreich mit über 2 Millionen privat genutzten Schwimmbädern – gefolgt von Spanien mit rund 1,5 Millionen Becken. In Deutschland gibt es etwa 800.000 privat genutzte und circa 5.000 öffentliche Schwimmbäder. Gestärkt durch das zunehmende Gesundheitsbewusstsein, eine europäische Niedrigzinspolitik, die Investitionen in die eigene Immobilie attraktiv macht, und – im Kontext der demographischen Entwicklung – einer steigenden Nachfrage nach sanften Bewegungsangeboten, schaut der Wirtschaftszweig Schwimmbad & Wellness positiv in die Zukunft. Das zeigen auch die Ergebnisse des Konjunkturbarometers des Bundesverbandes Schwimmbad & Wellness e.V. (bsw), einer regelmäßigen Branchenbefragung. Hier liegt die Zufriedenheit der Marktteilnehmer regelmäßig über den Werten des ifo-Index, der die Stimmung der Gesamtwirtschaft misst.

Kompetenz mit Kundennähe

In entspannter Stimmung kauft es sich am besten – das könnte der Grund sein, warum Schwimmbadbaufachunternehmen immer mehr Service aus einer Hand anbieten, sich Unternehmen über Wertschöpfungsstufen hinweg zu Kompetenznetzwerken zusammenschließen und weitere Showrooms oder „Poolgärten zum Anfassen“ entstehen. Hier können Poolinteressenten sehen und ausprobieren, wie sich das eigene Zuhause mit einem Pool aufwerten lässt – zu einem Ort der Entspannung, zu einer Sportstätte und coolen Partykulisse gleichermaßen. Damit trifft die Branche den Nerv der Zeit. Denn die eigenen vier Wände haben sich unter den Stichworten Cocooning, Homing und Hygge zu einem Ort gemausert, an dem man Wert auf Ästhetik, Design und eine gemütliche Atmosphäre legt. Schließlich will man sein Zuhause nicht nur dazu nutzen, sich zurückzuziehen, sondern man will hier auch Zeit mit Freunden verbringen und aktiv seine Freizeit gestalten. Mit Blick auf die „Brandung vor der Haustür“ klappt das ganz besonders gut.

Ebenso wie sich immer mehr Komponenten im Pool vernetzen, um effizienter zu arbeiten, bietet auch die aquanale viele Vernetzungsmöglichkeiten, um auch in Zukunft am Markt zu bestehen. Insgesamt werden rund 320 ausstellende Unternehmen aus über 25 Ländern in Köln erwartet. Mehr Informationen zur internationalen Fachmesse fürs Schwimmen, Schwitzen und Schön sein gibt es hier: www.aquanale.de

BILDER ZUR PRESSEKONFERENZ GIBT ES HIER.

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