Einmal quer durch die Schwimmbadtechnik

Die Technik für private Schwimmbäder ist umfangreich. Das wurde die letzten Tage wieder einmal deutlich. Denn das bsw-Technikseminar führte einmal quer durch die Bereiche, die Pool-People draufhaben. Und das ist jede Menge. Bauphysik, Beckenhydraulik, Wasserchemie – das sind nur einige Themen, die man als Schwimmbadbauer beherrscht. Denn wer “vordergründig” schicke Wellnessoasen realisiert, muss “im Hintergrund” vieles beachten, damit die Kunden sich voll und ganz auf ihre Entspannung und ihr Wohlbefinden konzentrieren können.

Neben Technik und Komfort kommt heutzutage weiteres hinzu. Denn “schwimmen zu Hause” soll nicht nur raffiniert und qualitativ hochwertig, sondern ebenso nachhaltig und ressourcenschonend sein. Und so ging es im bsw-Seminar auch um Energiesparer, Verdunstungsschutz und insgesamt langlebige und recycelbare Produkte und Werkstoffe.

Bis zum Ende von Tag 3 haben die unglaublich motivierten und engagierten Teilnehmer mitgemacht, Fragen gestellt und aufmerksam zugehört. Da sagt noch mal einer, die Konzentration hielte heute nicht mehr so lange. Es war das erste Mal in der Geschichte des Technikseminars, dass die Gäste stets bereits vor Ende der Pausen wieder aufmerksam zurück im Veranstaltungsraum waren. Wow!

Das spricht zum einen für die Disziplin und Lernbereitschaft der Gruppe. Zum anderen ist es aber auch ein großes Kompliment an die Referenten, die informative Inhalte dabei hatten und diese anschaulich und praxisnah vermittelt haben. Daher ein großes Dankeschön an alle Beteiligten – insbesondere an alle Redner, die sogar ehrenamtlich für ihren Verband und die Branche gearbeitet haben.

So gestaltete sich das Programm: Torben Jungbauer von KWS stellte Becken aus Hart-PVC vor, Andreas Bieber von Fluidra Deutschland präsentierte Stahlwandpools und solche aus Polystyrol-Systembausteinen, Martin Marsalak von Niveko zeigte individuell gefertigte Einstückbecken und Konrad Kuffer von Renolit widmete sich der Folienauskleidung. Dann ging es mit Thomas Rengers von Riviera Pool in die Welt der GFK-Pools, und mit Christian Müller von Kusser zu den Pools aus Granit.

Da Lichtspiele jeden Pool schöner machen, stand mit Klemens Wittwer von Hugo Lahme die LED-Beleuchtungstechnik auf der Agenda, und Gerrit Dobler von Wibre “beleuchtete” anschließend die optimale Planung, Installation und Umrüstung von Unterwasserlicht.

Nach so vielen Erkenntnissen ließ man den ersten Abend in einem Kölner Brauhaus gemütlich ausklingen. Manch einer schlenderte im Anschluss noch über die Weihnachtsmärkte und tauchte ein in die Kneipenkultur der Domstadt.

Aber am 2. Tag waren alle pünktlich, aufnahmebereit und gute gelaunt wieder da. Die Tagesordnung ging prall gefüllt weiter. Zunächst stand die Schwimmbadwassererwärmung und anschließend die Beckenhydraulik mit Frank Eisele von WWS Eisele an. Dann kam Frederik Granderath von grando mit Abdeckungssystemen, danach Patrick Holmes von SPECK Pumpen mit der Pumpentechnologie, und im Anschluss Dr. Alfons Nestl von Bayrol Deutschland mit dem Part “Wasserchemie”.

Wer denkt, das reicht für einen Vortragstag, der kennt die lernwillige Poolbranche nicht. Denn es folgten: Wasseranalyse mit Alexander Becker von Tintometer, Mess- und Regelungstechnik mit Thomas Beutel von Lutz-Jesco und Filtration mit Alexander Reuß von Ospa Schwimmbadtechnik.

Den “glänzenden” Abschluss des Tages sollte Christian Ebert von G. Eichenwald zum Werkstoff Edelstahl machen. Seinen Vortrag zogen wir allerdings vor. Denn er musste noch ein Geschenk für seine Frau besorgen, die am Folgetag einen runden Geburtstag hatte. Ja, die Wellnessbranche ist flexibel. So flexibel wie ihr vielfältiges Zubehör, das aus “einfachen Becken” Massagezonen, Sportstätten oder Kinderspielplätze zaubert.

Wie das geht, erläuterten Markus Lindken von Schmalenberger/fluvo und Dr. Felix Binder von Binder. Bevor es mit Jakob Kneib von Dantherm und Alexander Ziegler von ISO zu Anlagentechnik, Luftführung und Bauphysik in Schwimmhallen ging, zeigte Nils Giegerich von Fluidra Deutschland die diversen Reinigungsgeräte und deren Funktionen. Am Ende der Schulung hieß es: “Back to basic” – mit Enrico Kern von Peraplas Deutschland und der Planung und Ausführung von Rohrleitungssystemen.

Der bsw wünscht allen, die dabei waren, eine gute Heimreise und bedankt sich für so viel Engagement.

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