Elbe, Alster, Fleete oder der Hafen – in Hamburg ist das Wasser stets präsent. Und deshalb eignet sich die Stadt bestens als Veranstaltungsort für Events der Schwimmbadbranche. Hier fühlen sich die Pool-People einfach in ihrem Element. Kein Wunder, dass sie gut gelaunt, wissbegierig und motiviert zur bsw-Konferenz gekommen sind – diesmal in Rekordzahl von 140 Personen. Wie schön!
Einige waren schon am Vorabend angereist, und man traf sich in legerer Runde zu einem Get-together. Entspannt stimmte man sich auf zwei informative Tage ein. Schließlich war die Agenda reichhaltig und vielfältig gefüllt.

Los ging es mit Zahlen, Daten und Fakten. Marcel Dresse von B+L Marktdaten stellte die Ergebnisse der aktuellen Marktstudie „Private Schwimmbäder“ vor, die alle zwei Jahre durchgeführt wird. Zudem hatte er Handlungsempfehlungen mitgebracht. Bleibt festzuhalten: trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen sind noch viele ungenutzte Potentiale in unserem Markt vorhanden. Interessant zu erfahren war auch, dass Poolkunden keineswegs nur auf den Preis achten, sondern ihnen Qualitätsmerkmale wie „Made in Germany“ oder „Made in Europe“ durchaus wichtig sind. Auch der Poolbetrieb wird nachhaltiger. Alternative Energiequellen, Wassersparsysteme und ressourcenschonende Technik sind gefragt. Wie gut, dass die Branche darauf mit innovativen Produkten vorbereitet ist.
Ist sie auch bereit, allen Mitarbeiter-Generationen gerecht zu werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Session von Felix Behm. Er erklärte, wie die Generation Z tickt und was für sie bedeutsam ist. Auch wenn man nicht alle Menschen einer Altersgruppe über einen Kamm scheren kann, so ist doch eines klar geworden: die vielen Vorurteile, die über die Jüngeren kursieren, stimmen nicht. Sie sind nicht pauschal fauler oder weniger leistungsbereit als andere. Aber bei ihnen zählen andere Werte als bei den Älteren. Damit Arbeitgeber auch noch mal nachlesen können, wie sie am besten mit den der Youngsters umgehen, hatte Felix Behm für alle Teilnehmer ein Exemplar seines Buches „Generation Z – anders als gedacht“ im Gepäck – handsigniert und mit persönlicher Widmung versehen. Denn in der Poolbranche geht´s individuell zu. Die Schwimmbadexperten bauen schließlich Wasseroasen ganz nach den Wünschen ihrer Kunden.
Aber wie lange noch? Dieser Gedanke schwirrte dem ein oder anderen im Kopf herum, als Professor Bernd Raffelhüschen unter der Überschrift „Von der sozialen Marktwirtschaft zur marktorientierten Sozialwirtschaft“ loslegte. Der Finanzwissenschaftler, der wiederholt beim bsw gewesen ist, ist für seine ehrlichen Worte und seine rhetorische Brillanz bekannt. Er hat es wieder mal geschafft, ein eher trockenes Thema und eine negative Entwicklung anschaulich, verständlich und humorvoll zu vermitteln – ein Funken Hoffnung inklusive.

Wer sich dennoch nicht alles merken konnte, für den war Daniel Jaworski genau der richtige. Der dreifache Weltrekordhalter im Gedächtnissport weiß nicht nur selber, wie man komplexe Informationen behält. Er kann seine Techniken auch praxisnah vermitteln. Und so gab es zahlreiche Tipps für die kognitive Fitness. Da die Steigerung der mentalen Leistung viele Vorteile – sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext – mit sich bringt, konnte man am zweiten Tag der Konferenz im Rahmen eines Workshops noch tiefer in die Materie einsteigen.
Parallel dazu wurden zwei weitere Seminare angeboten. Unter der Überschrift „Social Media und KI“ zeigte Mirjam Schrepler von FuZo Marketing Online-Strategien, die auch morgen noch wirken. Die Expertin für soziale Medien führte in diverse KI-Tools ein und zeigte, wie man auf das veränderte Nutzungsverhalten reagieren kann. Nicht nur die Online-Plattformen wandeln sich. Auch die Suche im Netz ist im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz anders geworden. Statt Links liefern Systeme wie ChatGPT die Antworten. Was das für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und die Sichtbarkeit von Websites bedeutet, das stand im Mittelpunkt des Workshops von Martin Bongardt und Stefan Kiss von pixel relations.
Insgesamt dominierte die Künstliche Intelligenz das Konferenzprogramm des zweiten Tages. Denn Dr. Andreas Kohne zeigte in seinem ausführlichen Part, wie sich KI im unternehmerischen Alltag einsetzen lässt.

Er schaffte es, einerseits Theorie zu vermitteln und andererseits ganz viel Praxis und Interaktion zu bieten. Zusätzlich bekamen alle Gäste sein Buch „Prompt Engineering im Unternehmen“ geschenkt, so dass man sich mit der Thematik nochmal ausführlich befassen kann. Und das sollte man tun. Denn KI ist eines der wegweisenden Zukunftsfelder. Was heißt Zukunft? KI ist bereits Gegenwart.
Doch solange wir Menschen sind, spielt das analoge Leben eine große Rolle. Der persönliche Kontakt, gemeinsame Erlebnisse, Gespräche von Angesicht zu Angesicht – das sind Elemente, die Menschen als soziale Wesen brauchen und schätzen. Deshalb hieß es am Abend: Schiff Ahoi! Mit kompetenten Gästeführern von Stattreisen Hamburg, die uns Interessantes erläuterten und ihre Erklärungen mit Anekdoten und Insiderwissen auflockerten, machten wir eine Hafenrundfahrt. Im Dunkeln vom Wasser aus auf die beleuchteten Teile des Hafens blicken – ein Getränk in der Hand und mit netten Kollegen zusammen sein, das hatte was. Ebenso schön war der Ausklang im Restaurant Elbspeicher, wo man mit Blick auf die Elbe ein typisch Hamburgisches Menü genießen konnte.
Der bsw bedankt sich bei allen, die dabei waren, und die Konferenz zu einem unvergesslichen Event haben werden lassen. Für die herzliche Gastfreundschaft in unserem Tagungshotel Steigenberger Hamburg sagen wir ebenfalls Dankeschön. Gute Heimreise und wir sehen uns zum nächsten bsw-Treffen am 26. Februar 2026 in Berlin wieder!


