50 Jahre Schwimmbad Henne: Poolwetter, Präsident und prima Stimmung

Was für ein tolles Fest bei Schwimmbad Henne anlässlich des 50jährigen Jubiläums! Bestes Poolwetter, herzlichste Gastfreundschaft, ein bunten Unterhaltungsprogramm, kulinarische Köstlichkeiten und jede Menge gute Laune – so könnte man die Feier zum runden Firmengeburtstag des Pforzheimer Fachbetriebs zusammenfassen. Das Who is Who der Branche war gekommen, um Familie Henne & ihr Team hochleben zu lassen. Und wie man sieht: bestens gestimmt:

Fröhliche Menschen beim Jubiläumsfest

Darüber hinaus gratulierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft dem mittelständischen Familienunternehmen. Auch bsw-Präsident Jürgen Koenig ließ es sich nicht nehmen, Glückwünsche im Namen des Verbandes zu überbringen. Bei seiner Laudatio ging er unter anderem auf die Historie des Unternehmens ein. Er sagte:

“Liebe Familie Henne,

liebe Gäste,

in der Einladung zur heutigen Feier stand, es sollten keine langen Reden geschwungen werden. Daran will ich mich natürlich halten. Aber ein paar Worte möchte ich gerne sagen. Schließlich ist es etwas Besonderes, wenn eine Firma 50 Jahre alt wird. Denn im Durchschnitt überleben Betriebe in Deutschland gerade mal 16 Jahre. Ein halbes Jahrhundert erfolgreiches Unternehmertum ist also alles andere als selbstverständlich.

Meine Damen und Herren,

wie begann die Henne-Erfolgsgeschichte?

Nicht etwa mit einem ausgefeilten Businessplan, einer Unternehmensberatung oder einer millionenschweren Investition. Nein. Sie begann, wie viele gute Geschichten beginnen: Mit einem Zufall. Oder besser gesagt: Mit zwei Zufällen.

Bernd Henne hatte eigentlich zunächst gar nicht die Absicht, sich selbstständig zu machen. Der gelernte Maschinenbautechniker wollte sich einfach beruflich verändern und etwas Neues ausprobieren. Der Zufall – da ist der erste – führte ihn als Außendienstler zu einem Chemieunternehmen, das auch in der Wasseraufbereitung tätig war.  

Einige Zeit später sprach sich unter den Gästen des Lokals seiner Schwiegereltern herum, dass er erstaunlich viel über Wasserpflege wusste. Damals besaßen nämlich bereits einige Menschen private Schwimmbecken. Allerdings war das Wasser darin nicht immer das, was wir heute als kristallklar bezeichnen würden. Manche Becken erinnerten eher an eine Biotop-Studie als an einen Swimmingpool.

Bernd Henne gab Ratschläge, die funktionierten. Und die Leute waren begeistert. So entwickelte sich aus gelegentlicher Hilfe allmählich eine Geschäftsidee.

Doch der eigentliche Gründungsmoment ereignete sich an einem Kiosk in Heidelberg. Der Zufall – da ist der zweite – wollte es so, dass Bernd Henne dort auf einer Außendiensttour eine Pause einlegte. Aber er trank nicht nur einen Kaffee. Vielmehr entdeckte er eine Poolzeitschrift. Es war eine Schwimmbad + Sauna. Nach unseren Recherchen muss es genau dieser Titel gewesen sein, bei dem er dachte: wenn es eine richtige Fachzeitschrift gibt, muss da auch ein Markt sein.

Jürgen Koenig überreicht den bedeutungsvollen Titel der Schwimmbad + Sauna aus dem Jahr 1976.

Das nennt man wohl eine folgenreiche Pause. Oder eine rentable Lektüre.

Jedenfalls entstand auf diese Weise Schwimmbad Henne. Ganz bescheiden. Auf dem Dachboden seines Hauses richtete sich Bernd Henne ein kleines Büro mit Lager ein und setzte erstmal nur auf den Verkauf von Schwimmbadzubehör und Chemie. Erst später nahm er Aufstellbecken mit ins Programm auf, die er im privaten Garten präsentierte.

Das Besondere daran: Bernd Henne hat nie alles auf eine Karte gesetzt.

Er blieb bodenständig. Während andere vielleicht sofort den Sprung in die komplette Selbstständigkeit gemacht hätten, fuhr er zunächst zweigleisig: tagsüber angestellter Außendienstler, abends Firmengründer. Das ist typisch Henne. Solide. Vernünftig. Nachhaltig. Und diese Haltung prägt das Unternehmen bis heute.

Und dann kam einer der berühmtesten Sommer Deutschlands. Der Jahrhundertsommer 1976 bescherte uns hierzulande wochenlang Temperaturen von über 30 Grad. Rekordhitze. Volle Freibäder. Und eine enorme Nachfrage nach privaten Pools. Für Schwimmbad Henne war es die beste Werbekampagne, die man sich vorstellen konnte.

Der Run auf Swimmingpools war so groß, dass teilweise sogar die Lager der Lieferanten leer waren. Ein Zustand, den viele aus der Corona-Zeit noch kennen. Nur dass damals niemand über Lieferketten sprach. Man sagte einfach: „Ausverkauft.“

Doch jeder Unternehmer weiß: Auf jeden Boom folgt irgendwann die Realität. Und auf Sonnenschein allein kann man keine Firma aufbauen. So war der Sommer 1977 dann auch deutlich schlechter. Und genau da zeigte sich, warum Schwimmbad Henne bis heute erfolgreich ist.

Man reagierte nämlich weder hektisch noch impulsiv oder kurzsichtig. Im Gegenteil. Man handelte überlegt, langfristig und ideenreich. Es wurde investiert. In eine Ausstellung. In Beratung. In Kundennähe. Und vor allem in das, was heute noch das Erfolgsrezept des Unternehmens ist: persönliche Beziehungen. Bei Henne gilt die Philosophie: Ein Pool ist kein Produkt von der Stange. Ein Pool ist ein Stück Lebensqualität. Und darüber spricht man am besten von Mensch zu Mensch.

Oder – wie Bernd Henne es einmal mit einem Augenzwinkern formulierte: „Wer es nicht zu uns in die Ausstellung schafft, der bekommt auch kein Angebot.“ In Zeiten von Online-Shops, Chatbots und automatisierten Bestellprozessen ist das fast schon revolutionär. Manche Marketingberater würden wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Die Henne-Kunden hingegen finden genau das sympathisch. Und es funktioniert. Sehr gut sogar.

Aus der ersten kleinen Ausstellung wurde ein Fachmarktzentrum. Aus dem Fachmarktzentrum wurde ein moderner Unternehmensstandort. Und schließlich entstand das Henne-Carré, in dem wir uns heute befinden.

Alle Gäste hatten richtig viel Spaß.

Eine Entwicklung, die eindrucksvoll zeigt, wie aus einer cleveren Idee durch Fleiß, Mut und Beharrlichkeit etwas Großes werden kann. Chapeau und Gratulation, lieber Bernd Henne!

Verehrte Damen, meine Herren,

solche Erfolgsgeschichten schreibt man nicht allein. Hinter jedem erfolgreichen Familienunternehmen findet man Menschen, die eher im Hintergrund agierten. So war es auch bei Henne. Eine Person kümmerte sich wie selbstverständlich ums Kaufmännische, schrieb Angebote, stellte Rechnungen aus, verwaltete Personal, organisierte die Finanzen und zog gleichzeitig drei Kinder groß. Kurz gesagt: Sie erledigte die Arbeit einer ganzen Verwaltungsetage inklusive Familienmanagement. Und diese Person, der wir ebenfalls herzlich zum unternehmerischen Erfolg  gratulieren, ist Bernds Ehefrau: Evi Henne.

Liebe Gäste,

während die Eltern das Unternehmen aufbauten, wuchsen die Kinder quasi zwischen Beckenrand, Ausstellung und Lagerregalen auf. Christine Henne-Zapf und Steffen Henne waren schon Teil des Betriebs, lange bevor sie offiziell ins Unternehmen eintraten. Nach der Schule frankierten sie Briefe und halfen bei Inventuren. Und besserten so ihr Taschengeld auf. Eine sehr praktische Form betriebswirtschaftlicher Ausbildung. Mit dem Vorteil, dass man schon früh einen realistischen Einblick in das Familienunternehmen bekam.

Amüsiert haben sich alle, die dabei waren.

Verehrtes Publikum,

wer die Henne-Historie kennt, weiß, dass das Unternehmen manchmal so viel Aufmerksamkeit bekam, dass für andere Dinge nur wenig Zeit blieb. Mein persönlicher Favorit in diesem Zusammenhang ist eine Geschichte von Steffen Henne. Als dieser seinem Vater vor einiger Zeit von Erlebnissen aus seiner Handballjugend erzählte, fragte Bernd Henne völlig überrascht: „Du hast mal Handball gespielt?“ Das muss man auch erst einmal schaffen. Ein Unternehmen aufbauen, hunderte Pools realisieren, aber die Sportkarriere des eigenen Sohnes verpassen. Das zeigt aber vor allem eines:

Hier wurde mit Herzblut gearbeitet. Sehr viel Herzblut. Umso schöner ist es, dass heute die zweite Generation das Lebenswerk der ersten fortführt. Und das macht sie nicht, weil sie muss. Sondern weil sie es will.

Bernd Henne hat nie Druck ausgeübt. Die Kinder sollten ihren eigenen Weg finden. Und genau deshalb ist es so bemerkenswert, dass Christine und Steffen sich bewusst fürs Schwimmbadgeschäft entschieden haben. Christine kümmert sich um den kaufmännischen Bereich und das Marketing. Steffen um Technik und Vertrieb. Gemeinsam verbinden sie das Beste aus zwei Welten: Die Werte der Gründerzeit und die Möglichkeiten der Gegenwart.

Und das ist nötig. Denn seit 1976 hat sich vieles verändert. Damals musste man noch an der Wählscheibe drehen, um zu telefonieren, kommunizierte per Brief und empfand die VHS-Kassette als große Innovation. Heute sprechen wir über Digitalisierung, Social Media und Künstliche Intelligenz.

Aber eines hat sich nicht verändert: Menschen wünschen sich Qualität, Verlässlichkeit und Vertrauen. Und genau dafür stand und steht Schwimmbad Henne.

Bis in die frühen Morgenstunden feierte man den Jubilar.

Wenn man heute auf 5 Jahrzehnte Betriebsgeschichte blickt, sieht man weit mehr als ein erfolgreiches Unternehmen. Man sieht eine Familie. Man sieht eine engagierte Crew. Man sieht langjährige Kunden und Partner. Man sieht Menschen, die gemeinsam etwas aufgebaut haben. Und man sieht ein Unternehmen, das Verantwortung übernimmt – für Kunden, Mitarbeiter, die Region und die Gesellschaft. Selbst das Jubiläum nutzt man, um Spenden für Menschen in Not zu sammeln. 

Liebe Familie Henne,

50 Jahre sind ein beeindruckender Meilenstein.

Ihr habt das Beste aus der analogen Ära bewahrt, seid mit der Zeit gegangen, habt Euch immer wieder neu erfunden – ohne Eure Werte zu verlieren. Das nennt man heutzutage erfolgreiche Transformation, aber ganz egal, wie man es bezeichnet: Es zeigt Eure beeindruckende Leistung, Eure Flexibilität und Eure Fähigkeit, sich mit dem Markt zu verändern und dabei immer ein gutes Gespür für die Wünsche der Kunden zu haben.    

Als Präsident des Bundesverbandes Schwimmbad & Wellness gratuliere ich Euch von Herzen zu diesem Jubiläum. Wir danken Euch für Euer jahrzehntelanges Engagement in der Branche, für Eure Treue, Eure Innovationskraft und Eure Verbundenheit zum Verband.

Und wir wünschen Euch für die Zukunft vor allem das, was Euch seit 50 Jahren auszeichnet:

Freude am Schaffen von Wohlfühlorten, das richtige Näschen für Trends, zufriedene Kunden, Zusammenhalt und ein starkes Team.

Herzlichen Glückwunsch zu 50 Jahren Schwimmbad Henne!”

Anschließend überreichte er ein Urkunde.

Der bsw bedankt sich herzlich für die Einladung zu dieser wunderschönen Feier!

Wenn aus Geschäftspartnerschaft Freundschaft geworden ist: Bernd Henne (2.v.l) mit Frank Thiemig (links), Daniela Bulunc, Reiner Lietz (2.v.r.) und Frank Eisele (rechts).