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Der bsw ist Impulsgeber, Ideenschmied und Netzwerker

Dietmar Rogg

Dietmar Rogg ist bei der bsw-Jahrestagung 2015 in Berlin als bsw-Präsident wiedergewählt worden. Ich sprach mit ihm über seine nunmehr gestartete zweite dreijährige Amtszeit.

Glückwunsch zur Wiederwahl als bsw-Präsident. Mit welchen neuen Zielen und Aufgaben geht es nun in die zweite Amtsperiode ?
Erst einmal vielen Dank für die Glückwünsche. Aber ich bin nicht allein gewählt worden, sondern der gesamte Vorstand und das Präsidium. Und ich freue mich wieder sehr auf die kollegiale Zusammenarbeit in den neugewählten bsw-Führungsteams. Aus der vergangenen Amtszeit nehmen wir erst einmal eine Vielzahl von Themen mit, die uns auch in den kommenden drei Jahren beschäftigen werden. Ich denke hier beispielsweise an das komplexe Arbeitsfeld der nationalen und internationalen Normung, die noch zu lösenden Herausforderungen für unsere mittelständischen Unternehmen bei der EU-Biozidverordnung oder unsere täglichen Aktivitäten im Web 2.0.

Und wo bleiben die neuen Aktivitäten?

Ein ganz großes neues Maßnahmen-Paket haben wir bei der Jahrestagung in Berlin beschlossen. Die Fortentwicklung des bsw-Zertifikats für Schwimmbadbau-Fachunternehmen zu einem Gütesiegel-Konzept, das wir in 2016 offiziell mit einer noch nie in unserer Branche dagewesenen PR- und Marketingkampagne starten werden. Der bsw wird hierzu bis Ende 2017 rund 250.000 € in das Konzept investieren, damit unsere Schwimmbadbau-Fachunternehmen in ihren Märkten dauerhaft die Nase vorne haben. Bereits Ende April wird der neugewählte Vorstand gemeinsam mit unserem PR- und Marketingausschuss in einer Sondersitzung erste Details dieser neuen bsw-Initiative festlegen.

Wird es weitere neue bsw-Services geben?

Ich will unseren Beratungen bei der konstituierenden Vorstandssitzung nicht vorgreifen, aber ich bin sicher, die Vorbereitung der bsw-Schulungen zu den neuen europäischen Normen für privat genutzte Schwimmbäder im Frühjahr 2016 wird Vorstand aber insbesondere die Geschäftsstelle in diesem Jahr zusätzlich intensiv fordern. Immerhin gilt es einige hundert Seiten Normungstext didaktisch und verständlich für die Seminarteilnehmer aufzubereiten.

Ebenso werden wir diskutieren, wie wir unser existierendes internationales Netzwerk insbesondere für Hersteller und Großhändler im Verband noch weiter ausbauen können. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam in unseren Führungsgremien in diesem Jahr eine gut orchestrierte internationale Vernetzungsstrategie erarbeiten werden.

Der aktuelle bsw-Geschäftsbericht zählt eine Vielzahl unterschiedlichster Aktionsfelder des bsw auf. Bleiben überhaupt Kapazitäten für neue Leistungen?
Das ist genau der Punkt. Der bsw ist Impulsgeber, Ideenschmiede, Netzwerker und Gastgeber für rund 50 Projekte, Aktionen oder Meetings pro Jahr. Allein im Web 2.0 initiiert der bsw in über zehn Netzwerken und seinem Blog bsw-Total täglich den Dialog mit allen branchenrelevanten Zielgruppen. Das alles gelingt nur, weil wir mit Konzepten arbeiten und einem sehr großen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Engagement. Hier ständig etwas drauf zu satteln ist personell und finanziell nicht einfach. Ebenso wollen wir auch nicht die Qualität bei unseren erfolgreichen Standards schmälern. Zudem müssen neue Serviceleistungen auch in einem Verband marktfähig, also konzeptionell ausgereift sein.

In den vergangenen Jahren war die Verbandsarbeit finanziell und personell auch geprägt von der europäischen Normung privat genutzter Schwimmbäder. Was ist Stand der Dinge?

Die Bewertung ist richtig. Die verschiedenen Beiträge beim DIN, die Finanzierung der Sekretariatsführung bei einer Working Group sowie die Meeting- und Reisekosten haben sich seit 2010 zusammen auf einen Betrag von weit über 100.000 € addiert. Aber um Interesse der Mitgliedsunternehmen mitgestalten zu können, gab es hierzu keine Alternative. Zwei der europäischen Gremien haben ihre Arbeit beendet. Jetzt müssen die neuen Normen zu den Themen Beckenkonstruktionen und Beckenwasseraufbereitung aufbereitet werden, damit sie allen formalen Anforderungen gerecht werden. Anschließend werden sie noch in weitere Sprachen übersetzt. Aber das ist alles Aufgabe der Institute. Wir rechnen zum Jahreswechsel mit der Veröffentlichung. Längst sind aber weitere europäische Normungsprozesse gestartet worden, wobei wir uns hier auf die Arbeitsgruppe Whirlpools konzentrieren. Noch ist es zu früh hier Details öffentlich zu bewerten und darzustellen.

 

 

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