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grando wird 90, grandios!

Hubert Granderath mit seinen drei Söhnen

1924. Das Jahr, in dem Doris Day geboren wurde, war auch für grando ein bedeutendes. Denn Hubert Granderath, der Großvater der heutigen Firmeninhaber Axel, Bert und Frank, legte den Grundstein für die grando GmbH. Nach bestandener Meisterprüfung machte er sich mit einer Schreinerei selbstständig. Schon vier Jahre später, 1928, erblickte der Mann das Licht der Welt, der einmal als der Erfinder der vollautomatischen Rollladenabdeckung in die Geschichte eingehen würde:

Robert Granderath, zweites Kind der Eheleute Katharina und Hubert Granderath, der auf dem Titelbild mit seinen drei Söhnen und heutigen Firmenchefs Bert, Axel und Frank abgebildet ist.

Doch bis zu diesem Erfolg war die Zeit von Höhen und Tiefen geprägt. Wirtschaftlich ging es zunächst aufwärts. Aber privat mussten einige Schicksalsschläge verarbeitet werden. 1933 starb Roberts Bruder Hans-Hubert an einem Hirnhautgeschwulst, 1939 seine Mutter an Nierenschrumpfung. Roberts Vater heiratete zwar noch mal, und seine neue Frau Anni  war dem Jungen eine „Ersatzmutter“.  Aber der Krieg forderte weitere Opfer. Robert, der eine Schreinerlehre bei seinem Vater begonnen hatte, wurde als Luftwaffenhelfer einberufen. Am 14. Oktober 1944 zerstörte eine Luftmine das Wohnhaus der Granderaths mit angrenzender Werkstatt fast vollständig. Am 6. Februar 1945 wollten Vater und Sohn in der Werkstatt nach dem Rechten sehen. Ein Luftangriff überraschte sie. Die beiden liefen in den nächsten Bunker, aber dort erlag Roberts Vater einem Herzschlag.

Hubert und Anni Granderath mit Sohn Robert und ihren vier Töchtern

Roberts „Ersatzmutter“ Anni stand nun vor einem Trümmerhaufen. Ihr Mann verstorben, die Werkstatt zerstört und der Sohn noch nicht mit der Lehre fertig. Aber es musste weitergehen. Sie führte die Firma, bis Robert seine Gesellen-  und schließlich seine Meisterprüfung absolviert hatte. 1954 war es so weit. Robert übernahm den Betrieb und auch privat gab es Neuerungen. 1955 heiratete er seine Frau Ursula, mit der er bis an sein Lebensende 2012 zusammen blieb und vier  Kinder hatte. Den Betrieb, der hauptsächlich auf den Schiffsinnenausbau spezialisiert war, „krempelte er um“. Er kaufte eine vierseitige Fräsmaschine zur Leistenherstellung für Rollladen. Da die Lagermöglichkeiten begrenzt waren und der Absatz der Leisten schleppend verlief,  fing er an, selbst Rollläden herzustellen.

Der Erfolg gab ihm Recht. Während die Firma sich gut entwickelte, standen auch privat die Zeichen auf Optimismus. 1957 wurde Sohn Bert, 1958 Sohn Axel und 1959 Sohn Frank geboren. Aller guten Dinge sind drei? Nicht ganz. Die Familie war erst komplett, als Tochter Daniela 1968 zur Welt kam. Doch in der Zwischenzeit änderte sich Grundlegendes.

Der grando-Messestand 1960 auf der SPOGA

Durch seine Kinder inspiriert fing Robert an, kleine Planschbecken aus Rollläden zu bauen. Weil die gut ankamen, kam er auf die Idee, aus mehreren halbrundgeformten, mit Kunststofflack beschichteten Hartfaserplatten transportable Schwimmbecken herzustellen, die er 1960 auf der Messe SPOGA in Köln ausstellte. Mit großem Erfolg. Die Werkstatt wurde zu klein. Also mietete er für die Produktion der Schwimmbecken weitere Räumlichkeiten.  Parallel lief der Rollladenbau weiter.

Und dann kam das Jahr 1963. Robert Granderath entdeckte auf einer Kunststoffmesse die aus Amerika stammende Rollladenabdeckung für Schwimmbäder. Ihm war sofort klar, warum sie sich nicht durchsetzen konnte. Ein geeignetes Antriebssystem fehlte. Und so entwickelte er eins und damit die erste vollautomatische Rollladenabdeckung. Das ist jetzt über 50 Jahre her. Aber die grando-Abdeckung wird nicht müde, ihren Erfolgskurs fortzusetzen. In über 50 Ländern der Welt ist sie gefragt – als Energiesparer  und Komfortgewinner.

Der grando-Messestand heute auf der aquanale

Technischer Fortschritt und gesellschaftlicher Wandel haben bei grando zu einer Weiterentwicklung der Produkte und Firmenstrategie geführt. Eins ist geblieben: grando-Abdeckungen werden auch heute noch „Made in Germany“ unter Einsatz von viel Handarbeit hergestellt.

1996 übergab Robert die Firmenleitung an seine drei Söhne Axel, Bert und Frank, die das Unternehmen heute führen. Mittlerweile ist auch die vierte Generation im Unternehmen aktiv. Die Familientradition wird also fortgesetzt. Die Granderaths können stolz auf das sein, was sie geschaffen, wiederaufgebaut, fortentwickelt und modernisiert haben.

grando-Generation 3 und 4: Bert Granderath (links) mit Neffe Frederik

Und sie können stolz sein, dass sie trotz allem Erfolg auf dem Teppich geblieben sind. grando ist als fairer Geschäftspartner bekannt, bei dem Service und Kulanz groß geschrieben werden. grando hat sich einen Namen als verantwortungsvoller Arbeitgeber gemacht.

Und grando ist einzigartig im Branchenengagement. Bert Granderath ist seit Bestehen des Verbandes bsw-Vizepräsident, Normungsexperte auf nationaler und internationaler Ebene, Schulungsreferent, Vorsitzender des PR- und Marketingausschusses sowie Präsident a.D. des europäischen Schwimmbadverbandes EUSA.

Grandios, grando!

Der bsw sagt „herzlichen Dank“ für so viel Einsatz. Alles Gute zum 90-jährigen Firmenjubiläum und weiterhin viel Erfolg. Auf die Fortsetzung unserer fabelhaften Zusammenarbeit!

 

 

 

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