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Stress verstehen, klarer sehen

Welttag der seelischen Gesundheit

„Von der Diktatur der Perfektion“ – so titelte neulich das Handelsblatt und nahm den „Selbstoptimierungswahn“ in unserer Gesellschaft unter die Lupe. Höher, schneller, weiter. Immer auf der Suche, die Effizienz zu erhöhen. Das Optimum rausholen – ob beruflich oder privat. Unter der Überschrift „Urlaub bis zur Erschöpfung“ wurde das Gegenmodell zur Wellnessreise vorgestellt – ein „Erschöpfungsurlaub“ im Boot Camp. Wenn Ruhepausen selbst in den Ferien tabu sind, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass das Leben auf der Überholspur seine Spuren hinterlässt. Nach aktuellen Umfragen leidet die Hälfte der Deutschen unter Stress. Zeit, etwas zu ändern? Der Welttag der seelischen Gesundheit, der am 10. Oktober stattfindet, bietet einen guten Anlass zum Umdenken. Denn Stress kann die Psyche belasten und dauerhaft krank machen. Aber wie kriegt man den Stress in den Griff? Und wo fängt man an?

Businesscoach und Stressexperte Martin Wiedemeyer sagt: „Das A & O ist, die individuellen Stressauslöser zu erforschen und zu verstehen, was Stress in einem auslöst. Denn Stressempfinden ist so individuell wie der Mensch selbst. Was den einen in helle Aufregung versetzt, lässt den anderen völlig kalt. Wer sich sein Stressverhalten bewusst macht, kann für sich geeignete Strategien entwickeln, positiv mit Stress umzugehen.“ Denn, so Wiedemeyer weiter, die „stressigen Situationen“ ließen sich meist nicht ändern, die Einstellung dazu aber sehr wohl.

Stressmanagement bringt neben einem entspannten Leben weitere Vorteile:

Gelassen bleiben – in jeder Situation. Das kann man lernen.

Stressmanagement ist Gesundheitsmanagement: Die Weltgesundheitsorganisation hat Stress zu einer der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts erklärt. Dauerstress birgt die Gefahr, das Immunsystem zu schwächen, so dass der Körper insgesamt anfälliger für Krankheiten wird. Positiver Umgang mit Stress ist also Gesundheitsvorsorge.

Weniger Stress heißt mehr Leistung: Typische Stresssymptome sind eine sinkende Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, Gereiztheit und Schlafstörungen. Wie soll man da noch auf der Erfolgsspur bleiben? Wer Stress reduziert, hat also mehr Energie, um das zu schaffen, was er schaffen will.

Stressresistenz kann Leben verlängern: Das zumindest legen die Ergebnisse der New England Centenarian Study nahe, der weltweit größten Untersuchung von über Hundertjährigen und ihren Familien. Was die betagten Probanden gemeinsam hatten, war eine ausgeprägte innere Ruhe.

Stressreduktion ist Nächstenliebe: Tests belegen, dass Stress ansteckend ist. Wer eine ihm nahestehende Person in einer angespannten Situation erlebt, der kann selber in Stress geraten. Insofern ist es doppelt gut, einen positiven Umgang mit Stress zu lernen.

Entspannt geht´s auch.

Martin Wiedemeyer ist gemeinsam mit seinem Kollegen Hanns Landa Gastreferent auf der bsw-Lieferantenkonferenz 2014. Die beiden Stressexperten werden im Detail erläutern, wie Stress entsteht und wie er bewältigt werden kann. Zudem bieten sie im Rahmen der bsw-Akademie einen Workshop zum Stressmanagement an.

In diesem Sinne: einen entspannten Tag!

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