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Führungsfähigkeiten verbessert – damit das Runde ins Eckige geht

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Zwei Tage haben Führungskräfte der Branche am Ausbau ihrer Kommunikationsfähigkeiten gearbeitet. Heute geht das bsw-Training „Erfolgreich Führen“ mit Businesscoach Martin Wiedemeyer von CBR Development zu Ende. Training? Hat das was mit Fußball zu tun? Könnte man meinen. Zumindest lassen sich anhand einiger Fußballzitate Grundsätze guter Führung veranschaulichen.

Eines vorweg. Führungskräfte können nicht zaubern. Jürgen Kurbjuhn hat mal gesagt: „Wenn ich nicht will, lauf ich im Spiel nicht mehr als einen Kilometer; und da ist der Weg von und zu der Kabine schon drin.“ Aus Mitarbeitern, die partout nicht wollen, können auch noch so gute Führungskräfte keine Top-Mitarbeiter machen. Aber wenn Mitarbeiter grundsätzlich aus sich heraus leistungsbereit sind, können Führungskräfte dafür sorgen, dass das Engagement nicht verloren geht – indem sie ihr Personal nicht demotivieren. Dazu Fußballtrainer-Legende Giovanni Trapattoni „Ein guter Trainer kann eine Mannschaft um zehn Prozent verbessern, ein schlechter macht sie 50 Prozent schlechter.“

Sie entwickeln ihre Kommunikationsfähigkeiten weiter – und haben Spaß dabei. Vl. Martin Platza (Procopi), Kathrin Heue (RE-HE Schwimmbadbau), Christoph Ott (Speck Pumpen), Beatrix Flacke (Bünger & Frese), Ute Belka-Lüttgen (Belka Schwimmbadbau)

Und welche Mitarbeiter sind nun die passenden? „Man darf bei Fußball nicht denken wie Beamter: 0:0 halten bis Feierabend.“ Was Trapattoni über den Fußball sagt, ist auch auf die Unternehmen übertragbar. Mit reiner Pflichterfüllung und Dienst nach Vorschrift kommt man heute nicht mehr weiter. Trapattoni:“ Fußball ist Ding, Dang, Dong. Es gibt nicht nur Ding.“ Und genau so ist es in der Arbeitswelt, die vielschichtiger geworden ist. Es gibt nicht mehr nur noch eine Lösung, die richtig ist. Unternehmen brauchen Mitarbeiter, die kreativ sind, quer- und mitdenken sowie Teamplayer sind. Und die mit Herzblut bei der Sache sind. Spaniens Ex-Nationalspieler und Trainer Vincente del Bosque bringt es auf den Punkt. „Es gibt da eine Taste, auf der steht ‘Emotion’. Die muss ich bedienen. Wenn ich das nicht hinkriege, ist es unmöglich, gut zu spielen.”

Damit die grundsätzliche Leidenschaft erhalten bleibt und Mitarbeiter ihre Fähigkeiten voll einsetzen, gibt es einige Grundregeln, die Martin Wiedemeyer den Teilnehmern des Workshops in vielen praktischen Übungen vermittelt hat. Dazu gehört die typgerechte Kommunikation, die sich aus der Fähigkeit ergibt, sich auf andere einstellen zu können. Quintessenz: Geprägt durch Gene und Erfahrungen hat jeder Mensch seine Sicht der Dinge, und er hat das Recht auf seine eigene Meinung. Otto Rehhagels Aussage „Jeder kann sagen, was ich will“ verkompliziert im Zweifel die Kommunikation und sorgt für vermeidbare Widerstände.

Strukturiert und praxisorientiert – so war das bsw-Training “Erfolgreich Führen”.

Gute Führungskräfte verhalten sich wertschätzend und wissen, dass sie nach außen wirken, wie sie nach innen fühlen. Deshalb bauen sie eine positive Einstellung ihren Mitarbeitern gegenüber auf. Denn mit Weisheiten wie von Sportmanager Helmut Schulte – „Das größte Problem beim Fußball sind die Spieler. Wenn wir die abschaffen könnten, wäre alles gut“ – kommt man nicht weiter. Voran geht es dagegen in jeder Situation eher mit der Aussage von Olaf Thon: „Ich sehe einen positiven Trend: Tiefer kann es nicht mehr gehen.“

Kompetente Führungskräfte geben Feedback. Aber nicht im Sinne von „Flasche leer“. Sie formulieren ihre Kritik konstruktiv und verwandeln Vorwürfe in Tipps und Ziele. Dabei sind sie integer. Das heißt, sie stehen für das, was sie sagen und sagen, wofür sie stehen. Sie übernehmen Verantwortung, erledigen Unangenehmes selbst, halten Versprechen ein und behalten Vertrauliches für sich. Und mit Blick auf Trapattonis „Was erlaube Strunz“: sie sprechen nicht negativ über Abwesende.

Martin Wiedemeyer erläutert die Inhalte anschaulich. In seinen Workshops gilt der Grundsatz “Theorie – so viel wie nötig und so wenig wie möglich”.

Gute Führung kontrolliert nicht, sie schafft Möglichkeiten. Ganz wichtig ist auch eine Fehlertoleranz. Auf dem Weg zur Exzellenz muss auch mal was schief gehen dürfen. Oder, wie es Andi Möller sagt: Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien.

Der nächste Workshop mit Martin Wiedemeyer findet am 10. und 11. Dezember 2015 in Köln statt. Worum es im Einzelnen geht, steht im “Führungsalphabet“. Zur Anmeldung geht es hier.

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